Ein Hafen zum Andocken

Zur Grundsteinlegung war die Band Revolverheld (li), die die Arbeit von SOS-Kinderdorf Hamburg seit Jahren unterstützt, gekommen sowie Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf e. V., Sozialsenatorin Melanie Leonard, Polier Achim Bartels und Torsten Rebbe, Leiter SOS-Kinderdorf Hamburg - Foto: SOS-Kinderdorf e. V. /Viviane Grigull

Stiftungen im Porträt – Am 4. September wurde der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Hamburg gelegt. Ab 2021 bietet der „Hafen für Familien“ 18 Kindern in SOS-Kinderdorffamilien ein neues Zuhause und ist mit dem neuen Familienzentrum Dulsberg ein Ankerplatz sowie sozialer Anlaufpunkt für Familien.

Mit dem bisherigen Familienzentrum Dulsberg in der Elsässer Straße, das bis zum fertigen Neubau bestehen bleibt, unterstützt SOS-Kinderdorf Hamburg seit 2013 Kinder, Jugendliche und Familien, die aufgrund von unterschiedlichen Problemen Hilfe benötigen. Sie werden von Fachkräften betreut und begleitet und können sich so für Beziehungen öffnen, soziale Kompetenz entwickeln und sich im Alltag orientieren. Im Familienzentrum gibt es u. a. Musikkurse, Hausaufgabenhilfe, Ferienbetreuung sowie weitere wechselnde Angebote. Mütter und Väter tauschen sich im Familiencafé Krümel aus und erhalten kostengünstig Frühstück, Mittagessen oder Kuchen. Im Kinderkleiderladen Klecks finden die Besucher gut erhaltene gebrauchte Kinderkleidung in allen Größen.

Torsten Rebbe, Leiter SOS-Kinderdorf Hamburg, betont: „Bei uns ist jeder willkommen – unabhängig von Geldbeutel, Herkunft, Familienkonstellation und Geschlecht.“ Außerdem bietet SOS-Kinderdorf Hamburg Beratungs-Anlaufstellen sowie Wohngruppen für junge Menschen von 16 bis 21 Jahren in Eimsbüttel und Eidelstedt an. Damit hilft SOS-Kinderdorf Hamburg bereits vielen Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihrer Ursprungsfamilie aufwachsen können, trotzdem fehlen derzeit in Hamburg noch mehrere Hundert Plätze für diese Hilfsbedürftigen. Der Bau des neuen Projektes „Hafen für Familien“ wird diese Situation ein wenig entschärfen. „Für uns ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche in einer Familie groß werden können“, erklärt Torsten Rebbe. Im neuen „Hafen für Familien“ finden ab 2021 18 Kinder in SOS-Kinderdorffamilien ein neues Zuhause und können mit einer SOS-Kinderdorfmutter oder einem -vater familienähnlich leben. „Somit bekommen die Kinder die Chance, ihr bisheriges Umfeld wie Schule oder Freundeskreis zu behalten“, sagt Rebbe. Die Wohnungen der SOS-Kinderdorffamilien werden sich im hinten gelegenen Teil des „Hafen für Familien“ befinden, dessen gesamter Grundriss sich winkelförmig entlang des Straßburger Platzes und der Weißenburger Straße erstreckt. Das neue Familienzentrum soll im Erdgeschoss des Gebäudeteils mit dem zur Straßburger Straße gerichteten Haupteingang mehr Platz bieten. So wird es beispielsweise ein großes Familiencafé und mehr Kursräume geben. Dadurch kann SOSKinderdorf Hamburg auf die Bedürfnisse der Dulsberger noch besser eingehen und sein Angebot an Beratungsund Bildungsangeboten weiter verzahnen und ausweiten. „Ich wünsche mir mit dem „Hafen für Familien“ einen lebendigen Ort der Begegnung für die Hamburger“, sagte Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender von SOS-Kinderdorf e. V., bei der Grundsteinlegung. „Das Projekt zeigt den Geist von SOS-Kinderdorf: Wir fördern Kinder und Familien und erhöhen ihre gesellschaftlichen Teilhabechancen. Uns liegen die guten Startbedingungen in ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben am Herzen.“

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