Festliche Preisverleihung

Die Gewinner 2019: Till Huster, Clara Jochum, Hannes Wittmer, Rita Thiele, Cathérine Seifert, Anika Mauer, Eva-Maria Bauer, Lisa Politt, Gunter Schmidt, Kevin Haigen (v. l. n. r.) - Foto: Mirko Hannemann / Public Adress

Die Hamburger Theaterwelt war am Abend des 21. Oktober im Ohnsorg-Theater versammelt, denn es galt zum 14. Mal den wichtigsten Theaterpreis Hamburgs zu verleihen.

Ein Preis – elf Preisträgerinnen und Preisträger, die im festlichen Rahmen geehrt wurden. Seit 2006 gibt es den Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares. Jährlich setzt er ein starkes Zeichen für die einmalige Diversität, Vitalität und Qualität der Hamburger Theaterlandschaft. In diesem Jahr wurden neun einzelne Preise verliehen – an elf Theaterschaffende, die in ihrer Verschiedenartigkeit die Bandbreite der Hamburger Theaterlandschaft wunderbar abbilden. In der Kategorie herausragende Darstellerin/herausragender Darsteller wurden drei SchauspielerInnen prämiert. Till Huster vom Ohnsorg-Ensemble nahm den Preis für seine Rolle als alter Taucher Paul Hinrichs in „De Mann in’n Strom“ entgegen und Cathérine Seifert erhielt ebenfalls einen Preis in dieser Kategorie für ihre Verkörperung der Rolle Barbara in „Eine Familie“ am Thalia Theater. Die Jury hob vor allem ihre Präsenz und ihren Körpereinsatz hervor. Eine weitere Auszeichnung für das Thalia Theater ging an Eva Maria Bauer für ihr Bühnenbild in Simon Stephens Stück „Maria“. Ihre Installation sei ein kluges, multiperspektives und eigenständige Bühnenbild, so das Urteil. In der Kategorie herausragende Darstellerin wurde ein weiterer Preis an Anika Mauer vom Ernst Deutsch Theater vergeben. Die Begründung der Jury: In ihrer Rolle als „Sophie“ in dem gleichnamigen Stück mache sie die alltäglichen Ereignisse des Lebens zu einem fulminant- dramatischen Theatererlebnis. Zwei Auszeichnungen wurden in diesem Jahr in der Kategorie herausragende Inszenierung vergeben. Choreograf Kevin Haigen nahm einen Preis für das Projekt „Bundesjugendballett trifft Shakespeare“ am Ernst Deutsch Theater entgegen und Kirill Serebrennikov wurde für seine Inszenierung von „Nabucco“ an der Staatsoper Hamburg geehrt. Ein Preis ging an das monsun.theater. Die Jury zeichnete Clara Jochum und Hannes Wittmer für die Musik der Produktion „Das Hirn ist ein Taubenschlag“ aus. In der Kategorie herausragende Dramaturgie wurde Rita Thiele vom Deutschen SchauSpielHaus ausgezeichnet, die mit ihrer Bühnenfassung von „Die Übriggebliebenen“ beeindruckte.

Der Sonderpreis für außergewöhnliche Leistungen im Rahmen des Hamburger Theaterlebens ging an Lisa Politt und Gunter Schmidt, die Gründer des politischen Kabaretts am Steindamm Polittbüro.

Durch den Abend führte Michael Frowin. Musikalisch sorgte Albers Ahoi für den richtigen Groove. Ein gelungener Abend, der einmal mehr zeigte, welche Energie, welches Können und welche Spiellust in der Hamburger Theaterlandschaft stecken.

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