„Klimaschutz & Lebensqualität – Was Hamburg jetzt braucht“

Carsten Sühring (r.) übergibt den Netzwerkpreis - Fotos: www.frische-fotografie.de

Diesen aktuellen Themen widmeten sich am 11.11. rund 130 Entscheider aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Medien, Wissenschaft und Sport im Rahmen der 16. Ausgabe von „Hamburgs Spitzen“ im Le Méridien Hamburg.

Das Highlight des Abends bildete der Spitzen-Talk unter der Moderation von ZEIT-Redakteur und Journalist Patrick Schwarz. Dieser diskutierte mit den drei Podiumsgästen: Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender otto group, sowie Koch, Unternehmer und Autor Tim Mälzer u. a. die persönlichen und beruflichen Herausforderungen des Klimawandels für Privatpersonen sowie Unternehmen, die Veränderungen im Bereich Kreuzfahrt und Containerschifffahrt und die Frage nach konkreten Hilfen seitens des Senats bei der Umsetzung diverser Klimaziele.

Während Prof. Dr. Michael Otto und Dr. Peter Tschentscher die Anstrengungen, die seitens der Stadt Hamburg in den vergangenen Jahren unternommen wurden, um die Voraussetzungen für eine umweltfreundliche und klimaneutrale Zukunft zu gewährleisten, begrüßten, stellte Tim Mälzer ganz klar heraus, wo seinerseits klarer Nachholbedarf besteht: „Ich würde gerne einen Vorzeigebetrieb in der Gastronomie im Rahmen der Nachhaltigkeit aufbauen, weiß aber auch, dass das Investment, die Strategie und die Information, die ich dafür benötige, mich weitaus überfordern“. Er lobte die Ansätze, die seitens Michael Otto, der sich bereits seit über 30 Jahren intensiv für den Umweltschutz stark macht, sowie des Hamburger Senats unternommen werden, dennoch fühle er sich als Unternehmer und auch als Privatperson mit den Anforderungen, die aktuell auf die Bürger und Bürgerinnen zukommen, überfordert und stellte ganz klar die Frage: „Wer im Senat kann mir effektiv helfen?“ Er habe die Ideen und das Gefühl, dass man sich bewegen muss, um das starre Gedankengut aufzubrechen, wobei er in diesem Zusammenhang auch auf private Herausforderungen aufmerksam machte, aber die aktuelle Diskussion überfordere ihn. „Wir wissen seit 30 Jahren, dass wir viele Maßnahmen treffen, die für das Klima negativ sind, die dazu beitragen, dass das Artensterben sich fortsetzt, dass die Weltmeere verschmutzt sind, und es wird relativ wenig gehandelt“, fügte Michael Otto hinzu. Der Schritt vom Wissen zum Handeln sei ein sehr großer und es wurden und werden viele Schritte unternommen, die seines Erachtens noch nicht ausreichen, wie z. B. im Bereich des CO2-Ausstoßes.

Hier setzte Dr. Tschentscher direkt die Bemühungen der Hansestadt dagegen, die bereits seit 2012 den CO2-Ausstoß trotz des Wachstums innerhalb der Stadt reduzieren konnte. Als Fazit des Abends waren sich die Talkgäste einig, dass viele Themen angegangen werden, gerade aber für Tim Mälzer als Unternehmer und, nach eigener Aussage, „semi-informiertem“ Geschäftsmann stellten sich viele Fragezeichen auf, wenn es um die Umsetzung sowohl im beruflichen als vor allem auch im privaten Bereich geht. Hier sehe er vor allem seitens der Politik noch viel Aufklärungsbedarf.

Eingeladen zu der Veranstaltung in den neuen Räumen des Designhotels am Rande der Alster hatten die Gastgeber Dr. Thomas Brakensiek (Vorstandsmitglied Hamburger Volksbank), Thorsten Dzulko (Standortleiter Pricewaterhouse- Coopers Hamburg), Jens Meier (Geschäftsführer HPA), Gordon Beracz (Managing Director Colliers International), Anton Birnbaum (General Manager Le Méridien), Thomas Kraupe (Direktor Planetarium) und Lars Meier (Geschäftsführer Gute Leude Fabrik).

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