Neujahrsempfang der HAMBURG WOMEN connect

Fotos: GUBBELS PHOTOGRAPHY

Während Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodellen auf die Vielzahl von Lebensmodellen reagieren, wächst auch der Anspruch an erfolgreiche Führungskräfte, von denen ein hohes Maß an Empathie und Flexibilität gegenüber ihren Mitarbeitern erwartet wird. Gleichsam steigen jedoch auch die Erwartungen von Führungskräften, von neuen Wegen in der Unternehmensführung zu profitieren – sowohl im Umgang mit den Mitarbeitern als auch in der Organisation des eigenen Arbeitsplatzes.

Rund 120 geladene weibliche Gäste aus der Hamburger Wirtschaft, Politik, Forschung und Lehre folgten am 27. Januar der Einladung von Marketing-Expertin Katrin Wachholz zum Neujahrsempfang der „HAMBURG WOMEN connect“, die es sich Aufgabe gemacht hat, Frauen in Führungspositionen miteinander zu vernetzen. In Hamburgs Highclass- Hotel The Fontenay an der Alster sprachen die Vorreiterinnen der DB Netz AG für Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben Carola Garbe und Catherine-Marie Koffnit auf dem Podium unter anderem über ihr Arbeitsmodell: Sie arbeiten seit März 2018 gemeinsam auf einer Position in einem Jobsharing-Modell. Mit jeweils einer 60-Prozent-Stelle tragen sie gemeinsam Verantwortung für 4.900 Mitarbeiter, Auszubildende und Studierende sowie mehrere untergeordnete HR-Leiter. Beide arbeiten jeweils jede zweite Woche im Monat, immer montags ist Übergabetag für Meetings und Absprachen, die oft bei einem gemeinsamen Frühstück getroffen werden. Man müsse der anderen wirklich vertrauen und die jeweils freie Woche loslassen können – waren sich beide Kolleginnen einig. Darüber hinaus benannte Carola Garbe die Vorteile: „Man hat seinen eigenen Coach immer mit dabei. Zwei Sichtweisen auf die Aufgaben schaffen oft ganz neue, kreative Lösungen und die Verbindung und Ergänzung der verschiedenen Fähigkeiten macht ein Führungsteam unschlagbar.“

Moderatorin Ilka Groenewold, Catherine-Marie Koffnit und Carola Garbe (DB Netz AG), Gastgeberin Katrin Wachholz und Esther Kittel (The Fontenay) v. l. n. r.

Wichtig sei, dass man kein Alpha-Tier ist, so Koffnit, und weiter: „Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass statistisch mehr Frauen in diesem Modell arbeiten.“ Der Umbruch der Gesellschaft, der sich unlängst auf den Führungsstil auswirkt, wurde von den Frauen ebenfalls thematisiert: „Der Arbeitsmarkt muss sich den Bedürfnissen der Arbeitnehmer/ innen anpassen. Wer hier nicht mitgeht, der steht irgendwann ohne Personal da,“ Moderiert wurde der spannende Talk von Ilka Groenewold. Im Anschluss netzwerkten die Gäste beim Flying-Dinner und hinterfragten, welches Arbeitsmodell sich auf ihren eigenen Beruf ummünzen ließe.

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