
Der Hamburger Jungfernstieg bleibt lebendig – dank Schauspielerin Sandra Quadflieg. Mit unermüdlichem Einsatz, Leidenschaft und Durchhaltevermögen hat sie den traditionsreichen Kulturverein Lebendiger Jungfernstieg e. V. vor der Schließung bewahrt und damit ein starkes Zeichen für die Kultur in Hamburg gesetzt.
Der Verein, der 2002 von Alexander Otto, der Stiftung Lebendige Stadt und dem Hamburger Senat gegründet wurde, bringt seit über zwei Jahrzehnten Kunst und Kultur mitten ins Herz der Stadt. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen das Musikfest am Jungfernstieg, die Jungfernstieg-Galerie, sowie als Kooperationspartner das Binnenalster Filmfest, welches in Kooperation mit dem City Management und dem Filmfest Hamburg veranstaltet wird – allesamt kostenfreie Veranstaltungen, die Kultur für alle Menschen erlebbar machen. Als der alte Vorstand aufgrund leerer Kassen und der langwierigen Baustellen am Jungfernstieg die Auflösung des Vereins plante, stellte sich Sandra Quadflieg entschlossen dagegen. Seit zehn Jahren engagiert sie sich im Verein – davon die letzten vier Jahre als stellvertretende Vorsitzende – und machte es sich zur Mission, den Verein zu retten.
„Als Schauspielerin konnte ich nicht zum Kultursterben beitragen. Für mich war klar: Ich muss diesen Verein retten!“, sagt die Hamburgerin. „Kultur gehört in die Mitte der Gesellschaft – und genau dort, mitten in Hamburg, muss sie auch sichtbar bleiben. Ich bin unendlich dankbar, dass sich so viele wunderbare Menschen mir angeschlossen haben, um gemeinsam für diese Idee zu kämpfen.“
Dem neuen Vorstand gehören neben Sandra Quadflieg auch Medienunternehmer Frank Otto an sowie Robert Heinemann (Geschäftsführer ECE ) und Thomas Dempewolf (BDO Steuerberater/Wirtschaftsprüfungsgesellschaft). Unterstützt wird der Vorstand von einem prominenten Beirat, dem u. a. Rolf Zuckowski, Ian K. Karan, Dieter Becken, Stararchitekt Hadi Teherani, Baron Enno von Ruffin, Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel, Vier Jahreszeiten-Direktor Ingo C. Peters, Bezirksamtsleiter-Mitte Ralf Neubauer, Inselmarker Farhad Vladi, sowie Staranwalt Gerhard Strate angehören. Ehrenmitglied ist Professor Norbert Aust (Präses der Handelskammer).
Gemeinsam wollen sie die kulturelle Strahlkraft des Jungfernstiegs neu beleben und Hamburgs Innenstadt wieder zu einem Ort machen, an dem Kunst und Begegnung selbstverständlich sind. „Kultur darf kein Luxusgut sein. Sie ist Lebenselixier, gerade in herausfordernden Zeiten“, betont Quadflieg. „Wir möchten, dass jeder Hamburger und jede Hamburgerin Kultur, mitten in der Stadt, erleben kann – ganz ohne Eintritt.“
Neben dem Binnenalster Filmfest, organisierte der Verein auch die Jungfernstieg Galerie (16. 09.-30.10.). Kooperationspartner waren bei Letzterem die Wall GmbH und das Museum für Kunst und Gewerbe. „Wenn der Mensch nicht zur Kunst kommt, dann kommt die Kunst eben zu den Menschen. Wir möchten damit alle Hamburger*innen zu einem Besuch in unseren wunderschönen Kunsthallen und Museen animieren“, sagt Sandra Quadflieg.
www.lebendiger-jungfernstieg.de
