
Zur 16. Ausgabe des AHOI-Neujahrsempfangs kamen rund 666 Gäste aus Kunst, Kultur, Politik, Sport und Medien im Hotel Reichshof zusammen. Dabei prägten wie immer ungewöhnliche Gegensätze den Event: Astra statt Champagner, Mitmachaktionen statt Stehempfang.
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher betonte besonders den verbindenden Charakter des Abends. Für Gastgeber Lars Meier, Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik und Intendant von ahoy Radio, sei AHOI ein Abend, der einfach guttut. Für den passenden Rahmen sorgte erneut das Hotel Reichshof. Direktorin Kathrin Wirth-Ueberschär zeigte sich bewegt von der Atmosphäre im Haus: „Wenn hier Politiker, Künstlerinnen, Sportler und Gäste gemeinsam singen, tanzen und feiern, dann spürt man, wie lebendig diese Stadt ist, in der wir seit 115 Jahren Gastgeber sind.“
Große Aufmerksamkeit zog wieder das AHOI-Promi-Pokern der Hamburger Spielbank auf sich. Am Tisch saßen die Moderatoren Sebastian Jacoby und Elton, Liedermacherin Miss Allie, die Schauspielerinnen Saskia Fischer und Simone Hanselmann, Olympiasiegerin Beachvolleyball Laura Ludwig und Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal. Gespielt wurde für eine Spende an einen gemeinnützigen Verein. 3.333 Euro spendete Siegerin Saskia Fischer für Hamburger Kältebusse. Laura Ludwig, die den zweiten Platz machte, spendete 1.111 Euro an das Nachtcafé Hamburg e. V.
AHOI ist kein Empfang. AHOI ist ein Gefühl
Elton, der seit Jahren regelmäßig dabei ist, fasste den Abend mit einem Augenzwinkern zusammen: „Man spielt Poker, steht plötzlich im Bällebad oder singt mit 600 Leuten Seemannslieder. Das gibt es so wirklich nur in Hamburg.“ Auch Schauspieler Enrique Fiß zeigte sich begeistert: „Ahoi ahoi, Bällebad plantschen, pokern, Schnick Schnack Schluck, I love it, im Kleid und im Smoking – wer denkt sich sowas aus? Ahoi, ich lieb’s!“ Sebastian Jacoby, bekannt aus der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“, schätzte vor allem den spielerischen Umgang mit Prominenz und Publikum: „Beim AHOI-Pokern geht es nicht darum, wer gewinnt, sondern um die Stimmung am Tisch. Das Publikum ist nah dran, es wird gelacht, kommentiert und mitgefiebert. Diese Mischung aus Spiel, Show und guter Sache ist ziemlich einzigartig.“

Gerne gesehene und treue Gäste waren auch: Bundestagsabgeordnete Katharina Beck, Moderatorin Susanne Daubner, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, die Senatorinnen und Senatoren Dr. Andreas Dressel, Anna Gallina, Andy Grote, Melanie Leonhard, Karen Pein und Anjes Tjarks, Mats Regenbogen von der Hamburger Tafel e. V. sowie Polizeipräsident Falk Schnabel.
Für spielerische Abwechslung sorgten auch die Slow-Motion-Videostation, das Fischtennis und die Fotofläche mit Green Screen. Mit Unterstützung durch Sänger*innen der Stage School wurde beim Karaoke mutig zum Mikrofon gegriffen, während sich andere eine kurze Rückenmassage gönnten, bevor es zurück ins Geschehen ging. Immer wieder sorgten zwei kostümierte Figuren, die alkoholisierte Kurze verteilten mitten im Trubel für überraschte Blicke und Lacher. Farbige Akzente setzte eine großformatige Regenbogen-Winkekatzenwand, während das Flugzeugrennen spielerisch an die bekannten Rennklassiker vom Dom erinnerte.
41.000 Euro für MenschHamburg
Auch der soziale Gedanke war erneut fester Bestandteil von AHOI. Den ganzen Abend wurden dafür Lose verkauft. Zu gewinnen gab es u. a. Logenkarten für Herbert Grönemeyer oder Tickets für das Derby FC St. Pauli gegen den HSV sowie für Hamburg Towers gegen den FC Bayern München. Gemeinsam mit den Spenden kamen insgesamt 41.000 Euro zugunsten von MenschHamburg zusammen. Besonders großzügig spendete Hubert Neubacher im Namen von Barkassen-Meyer und Rainer Abicht Elbreederei 5.000 Euro. Traditionell wurde die Tanzfläche mit „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros und Titeln von Rage Against The Machine eröffnet. Der Shantychor De Tampentrekker sorgte um 00.30 Uhr mit „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ für einen kollektiven Gänsehautmoment, bevor DJ Tobi Schlegl die Party bis tief in die Nacht weiterführte.
