Zeichen der Wertschätzung

Hannelore Lay, Rixa von Oldenburg und Olaf Schmidt. Foto: Heike Ross

Am 19. Mai luden der Verein MenscHHamburg e.V. sowie das Asklepios Klinikum ins Hotel Reichshof zum 5. Pflegemahl ein, um all diejenigen zu ehren, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen tagtäglich Unglaubliches leisten. Insgesamt kamen über 100 Gäste, darunter Hamburger Persönlichkeiten wie Polizeipräsident Falk Schnabel, der SPD-Abgeordnete Arne Platzbecker und Schauspielerin Maria Fuchs ins Reichshof-Restaurant.

Ein Höhepunkt des Abends war wie in den letzten Jahren auch die Tombola „Pflege für Pflege“, bei der eine Rekordsumme in Höhe von 30.100 € erreicht wurde. Zu den attraktiven Preisen zählten unter anderem eine Übernachtung im The Fontenay, ein HSV-Trikot samt Tickets für das Derby sowie die Möglichkeit, einen Porsche 911 für ein Wochenende zu erleben. Die Spendensumme wird in Form von Gutscheinen an Pflegekräfte weitergegeben und soll ihnen wohlverdiente Auszeiten vom fordernden Berufsalltag ermöglichen.

Rund um den Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai rückten weltweit die Leistungen von Pflegekräften in den Fokus. Der Aktionstag, der auf den Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Krankenpflege, zurückgeht, macht seit 1975 auf die immense gesellschaftliche Bedeutung der Pflege aufmerksam. Vor diesem Hintergrund fand das „MenscHHamburg Pflegemahl“ in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt und ist längst zu einer Herzensangelegenheit des Vereins geworden. Nach der Begrüßung eröffnete Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel den Abend mit einer Ansprache, in der er die Bedeutung der Pflegeberufe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorhob: „Wertschätzung erschöpft sich nicht im Applaus, sondern sie erfordert, immer wieder am Ball zu bleiben und ganz praktisch dafür zu sorgen, dass Pflege funktioniert, wertgeschätzt wird, Zukunft hat und immer wieder neue Fachkräfte gewinnt. Denn Pflege ist weit mehr als Versorgung – sie ist Verantwortung, sie ist Fachlichkeit, sie ist Beziehung.“ Für den Verein MenscHHamburg erklärte Lars Meier die Bedeutung des Engagements: „Die Pflege zählt zu den Berufen mit der größten Sinnstiftung, ist jedoch gleichzeitig enorm fordernd. Umso wichtiger sind Formate wie das Pflegemahl, die diese Leistung sichtbar machen und den Menschen Anerkennung geben, die tagtäglich Außergewöhnliches leisten.“ Auch Dr. med. Sara Sheikhzadeh, Geschäftsführerin der Asklepios Kliniken, hob die gesellschaftliche Relevanz des Abends hervor: „Pflegekräfte sind das Herzstück unserer Krankenhäuser und sozialen Einrichtungen. Sie leisten Tag für Tag Enormes – nachts, an Wochenenden und oft in herausfordernden Situationen. Umso wichtiger ist es, diese Arbeit sichtbar zu machen, Wertschätzung zu zeigen und den Menschen in der Pflege mit einem Abend wie diesem auch einmal etwas zurückzugeben.“

Ein besonderer Dank ging auch an Gastgeberin Kathrin Wirth-Ueberschär und ihr Team, die wie in den letzten Jahren das Restaurant des Hotels Reichshof zur Verfügung gestellt haben. „Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben, Menschen glücklich zu machen. Umso schöner ist es, wenn wir mit unserem Haus einen Beitrag dazu leisten können, Pflegekräften an diesem Abend Wertschätzung, Aufmerksamkeit und einfach eine gute Zeit zu schenken“, betont die Hoteldirektorin. Kulinarisch erwartete die Gäste ein eigens für das Pflegemahl kreiertes Menü mit augenzwinkernden Referenzen an klassische Krankenhausküche: Serviert wurden u. a. „Tante Giselas Buchstabensuppe“ sowie der Kinderklassiker Fisch mit Kartoffelpüree als Hauptspeise oder als Alternative vegane Bratwurst. Durch das abwechslungsreiche Programm führte Moderatorin Andrea Gerhard. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgten die Berliner Singer-Songwriterin Miss Allie und die jungen Talente der Stage School Hamburg. Zudem bereicherte Schauspieler Stephan A. Tölle das Event mit literarischen Impulsen.

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MenscHHamburg e. V. sammelt durch innovative Aktionen Spendengelder für bedürftige Personen und lokale soziale Einrichtungen. Mit kreativen Veranstaltungen wie „Keiner kommt, alle machen mit“, „Einer kommt, alle machen mit“, den MauMauMasters, dem Kamelrennderby oder dem Welttrinkgeldtag ruft der Verein seit 2011 auf unkonventionelle Weise Menschen zu sozialem Engagement auf. Zuletzt machte der Verein mit der Aktion #Hamburgstehtstill auf den Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine aufmerksam.